06.01.06

Na und?

Scharon liegt im Krankenhaus. Man erlaube mir zu sagen, daß ich darüber nur mäßig bestürzt bin. So wie bei Arafats Tod, da konnte ich meine Tränen auch gerade noch zurück halten.

Das einzige was wirklich schlimm an Scharons Zustand ist ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein potentieller Nachfolger noch härter sein könnte als er.

Verfasst am 6. 01. 2006 um 22:12 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

26.12.05

Was mich an StarWars stört:

1. Die Jedi sind in der alten Republik Polizei und Militär in einem großen Teil einer Galaxie. Es wird nicht gesagt, wieviele Planeten damit gemeint sind, aber z.B. aus der schieren Größe des Republikanischen Senats in den ersten 3 Teilen läßt sich eine immense Zahl ableiten. Gehen wir also als Faustgröße von 1000 Planeten aus, geben wir jedem dieser Planeten eine erdähnliche Population (5 Mrd., also noch weniger als die Erde hat), so kommen wir auf 5 Billionen zu verwaltende Menschen. Gehen wir weiterhin davon aus, daß ca. 2 Prozent einer Zivilisation Polizei- und Militär leisten müssen, um diese effizient zu verteidigen, so benötigen wir hierfür eine Jedi-Armee "im Wert von" 100 Milliarden Mann. Nach dem was wir durch die StarWars-Filme gelernt haben ist ein durchschnittlicher Jedi wenn wir optimistisch schätzen einer Streitmacht von ca. 50 Einheiten ebenbürtig, wir würden also 2 Milliarden Jedi benötigen, über die gesamte Galaxie verteilt. Allesamt auf Corruscant ausgebildet.

Da in Episode 2 10-jährige ausgebildet wurden, als praktizierende Jedi aber stets nur spätpubertierende bis Erwachsene anzutreffen sind können wir von einer Ausbildungszeit von ca. 8 Jahren ausgehen. Wenn wir weiterhin davon ausgehen, daß ein Jedi von 20 bis 60 im aktiven Dienst ist, dann bedeutet das, daß wir alle 40 Jahre 2 Milliarden neue Jedi brauchen, pro Jahr also 50 Millionen, und da 8 Jahrgänge gleichzeitig ausgebildet werden, müssen also 400 Millionen potentielle Jedi in der Jedi-Zitadelle gewesen sein, als der böse Skywalker mit seiner kleinen Armee-Einheit von etwa 200 Mann da reinmarschierte. Und selbst bei einer unterstellten Exekutionsgeschwindigkeit von halsbrecherischen 5 Jedi pro Sekunde (Skywalker töten einen, und jeweils 50 Mann töten einen weiteren) wären sie damit 80 Millionen Sekunden, also 22222 Stunden, oder auch 925 Tage bzw. fast 3 Jahre beschäftigt gewesen (ohne Essen, ohne schlafen, bei hilflosen Gegnern ohne Gegenwehr). Und damit wären die draußen praktizierenden 100 Milliarden Jedi noch nicht einmal erwähnt.

Also wo stimmt die Rechnung nicht? Gibt es weniger Menschen/Aliens in der Galaxie? Wohl kaum! Sind die Jedi effizienter als einer pro 50 Mann? Oh bitte! Nach der Art, wie selbst die Jedi-Großmeister in Episode 3 von jeweils einer Handvoll Soldaten im Sekundentakt ausgeschaltet werden konnten erscheint 50 Mann noch großzügig. Und auch die Vorstellung daß es einfach viel zu wenig Polizeikraft in der Galaxie gab erscheint unglaubwürdig angesichts der Vorstellung, daß die Jedi die Galaxie seit Tausenden von Generationen befriedet hatten. Keine Zivilisation kann Tausende Jahre überleben ohne eine angemessene Exekutive.

2. Jedis kämpfen blödsinnig. Die Waffen eines Jedi/Sith sind: a) Lichtschwert b) hohe Tritte c) Telekinese: tonnenschwere Gegenstände mit Hilfe der Macht aus ihrer Verankerung reißen und nach Leuten schmeißen bzw. wie Vader Leute von weitem erwürgen und als Krönung d) blaue Blitze.

Gut, glauben wir mal an die Effizienz eines Lichtschwerts gegenüber Feuerwaffen. Da Jedi mindestens rudimentär mit seherischen Fähigkeiten ausgestattet sind können sie vielleicht auch genügend schnell mit ihren Schwertern Laserstrahlen abwehren. Komischerweise funktioniert das nie bei gegnerischen Füßen. Wenn ich ein Schwert habe, mit dem ich alles schneiden kann, und mit Reflexen ausgestattet bin, um Laserbeschuß abzuwehren, dann bin ich verdammt nochmal in der Lage und Willens ein heranrasendes gegnerisches Bein chirurgisch abzutrennen und damit nicht nur den Angriff abzuwehren, sondern auch den Gegner kampfunfähig zu machen. Kommt aber in der ganzen Saga nicht einmal vor, trotz Dutzender Tritte gegen Schwertträger.

Zweitens: blaue Blitze. Der höchste Ausdruck der Macht. Gesehen nur bei Dooku und Palpatine. Häh? Dooku, den Skywalker am Anfang von Episode 3 in 30 Sekunden liquidiert? Und überhaupt: ich denke Anakin/Darth Vader wird der mächtigste Sith überhaupt (sagt Palpatine jedenfalls in Episode 3). Warum kann er dann keine Blitze? Und was bringen überhaupt diese dämlichen Blitze? Man kann sie mit einem Schwert abwehren oder wie Yoda einfach mit der Macht gegenhalten, sie haben in keinem Film ausgereicht um jemanden zu töten (nicht Yoda im 3., nicht Kenobi/Skywalker im 2., selbst Mace Windu im 3. hätte sich erfolgreich dagegen wehren können wenn Skywalker nicht gestört hätte).

Warum also konzentrieren sich die Jedi nicht auf die offensichtlich effektivste dieser Waffen, die Telekinese? Wenn ich meinem Gegner ein Klavier auf den Kopf fallen lassen kann, dann werde ich mich wohl nicht zu einem albernen Schwertkampf herablassen, oder?

Verfasst am 26. 12. 2005 um 22:50 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

17.11.05

RIP Großpapi

Viktor Gottfried
Felix Alexius Johann Baptist Maria
Riedl von Riedenstein
9. 10. 1916 - 17. 11. 2005
Ruhe in Frieden, Großpapi
Verfasst am 17. 11. 2005 um 16:21 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

15.09.05

Wählen gehn - wählen, gähn!

Ich nix wählen, ich Ausländer. Aber ich weiß nicht, wem ich einen Wahlsieg wünsche.

CDU: auf keinen Fall. Die Mehrwertsteuererhöhung würde mir und etlichen anderen kleinen Selbständigen das Rückgrat brechen. Preiserhöhungen derzeit? Vergesst es. Also selber draufzahlen. Kirchhof's Konzept hört sich gut an, wenn man ihn denn lassen würde. Wird man aber nicht, also lasst die Finger davon. Hätte man bei Hartz auch so machen sollen. Ganz oder gar nicht.

SPD: Vielleicht sind die ja auf dem richtigen Weg. Bisher haben die allerdings fast nur Mist gebaut.

Grüne: Weltfremder Besserverdienerwahlkampf. Wer bitte interessiert sich für Windräder und gerechte Globalisierung wenn er keinen Job hat?

Lynxxpartei: Für mich soll es rote Rosen regnen. Irgendwer wird's schon bezahlen. Schampus-Lafo vielleicht.

FDP: Wir sind spaßig, nein ernst. Die Steuern sollen runter, wir wollen aber mit der CDU koalieren, die sie raufsetzen will. Und Guidos Fratze auf den Plakaten ist einfach deadly. Gab's nicht mal das Gerücht, alle hübschen Männer wären schwul? Umgekehrt gilt's jedenfalls offensichtlich nicht.

NPD: Alle Achtung, Ihr habt was bewirkt, Dresden wählt wegen Euch später. Demokratie-Verhinderung sozusagen. Steinalte Kandidaten mit hohem Todesrisiko aufstellen kann man auch schon fast als versuchten Selbstmordanschlag interpretieren, oder? Vielleicht stirbt Franzl Schönhuber ja auch noch vor der Wahl...

Die Frauen: vergleichsweise witzige Werbung. Die Botschaft interessiert seit 20 Jahren kein/e Schwein/in mehr, aber wenigstens halbwegs professionell.

Zentrum: so geil. Man sucht die Gesichter doch automatisch nach Schmissen ab, oder? Leute, wegen Euch kam damals Hitler an die Macht.

MLPD: Ja, MLPD. Noch im dritten Jahrtausend gibt es eine Partei, die sich auf Marx und Lenin beruft. In welchem Loch habt ihr in den letzten 90 Jahren Winterschlaf gemacht?

APPD: gähn. Man dreht nen dumpfen Werbespot mit dem man 80% der Bevölkerung schockiert und die übrigen 20% zu tode langweilt. Geil, Spießer schocken. Das haben die Sex Pistols vor 30 Jahren gemacht, schlimm daß es immer noch wirkt. Wer wählt die? Meine Stimme für den Mülleimer...

Verfasst am 15. 09. 2005 um 16:03 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

05.09.05

Don't listen to this

Hier ist die upgedatete Version der Lieder, die derzeit nicht politisch korrekt sind:

Bob Dylan - Hurricane
Scorpions - Rock You Like a Hurricane
Tom Waits - I Wish I Was In New Orleans
Gambino Family - New Orleans Threats
Bill Haley & His Comets - See You Later Alligator

sowie alle Lieder von Katrina and the Waves

Verfasst am 5. 09. 2005 um 15:56 Uhr von | PermaLink | Kommentare (1)

26.08.05

Sie schon wieder, Herr Kaiser!

Es begab sich in den ersten Monaten des Jahres 2005 christlicher Zeitrechnung, daß ein gewisser, damals noch in Kreuzberg wohnender Herr Floyd, wir wollen ihn Sean nennen, auf seinem geschäftlichen Anrufbeantworter eine Nachricht von einem ihm unbekannten Herrn vorfand, laut welcher genannter Sean ebenjenem Herrn als Geschäftpartner empfohlen worden sei und man daher die Möglichkeiten gemeinsamer Unternehmungen ausloten wolle. Da darbende Selbständige dazu neigen, von ebensolchen Anrufen zu träumen schaltete auch unser Sean sein Großhirn aus und rief die aufs Band gesprochene Telefonnummer an.

Am Apparat war eine freundliche junge Dame, die sich als Mitarbeiterin der HMI, einer Tochter der Hamburg-Mannheimer Versicherungsgesellschaft vorstellte. Versicherung, aha. Aber sie schien gleich zu wissen mit wem sie es zu tun hatte, Herr Floyd sei der Firma als qualifiziertes Führungspersonal empfohlen worden (allein schon dieser Witz ist gut). Auf die Frage, woher diese Empfehlung stammte, nein, das wisse sie nicht, aber ihr Chef wisse das. Ob man einen Termin vereinbaren könne? Ja, man könne.

Sean begab sich also in jene Räumlichkeiten am Kurfürstendamm, die schlicht und vergleichsweise geschmackvoll eingerichtet waren, und auf deren Fluren junge, auffallend nette Menschen Neuankömmlinge auffallend freundlich begrüßten, bis er schließlich dem Anrufer aus dem ersten Absatz, wir wollen Ihn Herrn Kaiser nennen (the names have been changed to protect the innocent guilty) gegenüber saß, und dieser ihm sein Pyramidenkonzept (ach nein, sowas ist ja verboten) erläuterte. Herr Floyd sollte also nicht etwa Mitglied einer Drückerkolonne werden, nein, keineswegs, sondern er sollte eine solche führen und zwar auf reiner Provisionsbasis. Schnell wurde vorgerechnet, wieviel Geld dabei verdient werden könne, selbst die Abschlüsse der von den selbst ausgebildeten Ausbildern Ausgebildeten brächten noch Provisionen n-ten Grades (Brain Damage). Langsam meldete sich das Großhirn zurück und erhob leichte Zweifel, man verblieb aber so, daß Herr Floyd nichts unterschreiben werde, ehe er dies mit seiner Frau beraten habe (gewitztes Rückzugsmanöver, das Herrn Kaiser gar nicht passte, har har).

Zuhause angekommen überlegte Sean ernsthaft ob er sich auf den Deal einlassen sollte, auf dem Spiel stand lediglich ein einmaliger Kostenpunkt für eine Schulung in einem Luxushotel zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis (zweistellig, wenn die Erinnerung nicht täuscht). Um seine Entscheidung zu erleichtern konsultierte er das in jener Zeit gebräuchliche Orakel Guhgl aus dem fernen Mountain View. Jenes gab, wie für Orakel üblich, mehrdeutige Antworten, selbst positive Erlebnisberichte waren zu finden (die Betonung liegt auf _selbst_), allerdings war der Grundtenor: wer es auf diesem Feld zu etwas bringen möchte, der muss seine Seele an den Scheitan verkaufen. Und das hat Sean nicht vor.

Herr Kaiser ruft also an am nächsten Tag, pünktlich zum verabredeten Termin und Sean sagt: "also das ist so, ich hab im Internet gelesen", worauf spontan die auswendig gelernte Antwortwurst des Herrn Kaiser beginnt, nach der das Internet im wesentlichen ein Zufluchtsort für frustrierte ist. Sean macht weitere Versuche, Herrn Kaiser von seiner nicht-Eignung für diesen Job zu überzeugen, Kaiserchen redet auf ihn ein und versucht ihm eine Versicherung anzudrehen ihm den Job schmackhaft zu machen und Sean wird endlich klar, was seine Aufgabe in dieser Firma wäre: ebensolche Telefongespräche wie dieses führen, bloß eben in die andere Richtung. Und da Sean im Gegensatz zu Herrn Kaiser schon im Kindergarten die Bedeutung des n-Wortes gelernt hat sagt er zu Herrn K: "die Antwort ist nein", legt erleichtert auf und hört nie wieder was von Herrn K.

Bis heute, da klingelt mein f...ing-Handy und eine Dame erklärt mir sie sei von der Hamburg-Mannheimer und man möchte gern mit mir zusammen ein Ausbildungszentrum für Führungspersonal aufziehen, da ich tatkräftig und zielstrebig sei. Diesmal hab ich dazugelernt und die Dame freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen daß ich nicht interessiert bin, nächstes Mal werde ich pampig und mache der Dame klar, daß sie eben nichts von mir weiß, sondern ihr dämlicher Schuppen nur eine Liste mit Telefonnummern von Selbständigen gekauft hat, die sie jetzt abklappern muß und dass ich sie um diese Aufgabe nicht gerade beneide. Scheißwelt.

Verfasst am 26. 08. 2005 um 13:24 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

21.06.05

die glorreichen sieben

Who is Who, Sieben Fragen.
Who is Who? Heute geht es um Menschen, die uns immer wieder begegnen, die Meinung machen und bilden ... Und wir bilden uns eine Meinung über sie. Doch welche?

  1. Jürgen Fliege ist ... langweilig
  2. Jürgen Domian ist ... mir zum Glück unbekannt
  3. Thomas Gottschalk ist ... ein Relikt aus den 80ern. Bitte mit Kalle Rummenigge zusammen begraben im Friedhof der Unwichtigkeiten
  4. Harald Schmidt ist ... überbewertet
  5. Sabine Christiansen ist ... eine reaktionäre CSU-Zicke. Ach ne, das war ja Uschi Glas. Aber das nimmt sich nicht viel.
  6. Sandra Maischberger ist ... merkwürdig
  7. Ich bin ... in dieser Aufzählung hoffentlich fehl am Platz
Verfasst am 21. 06. 2005 um 11:14 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

16.06.05

dreams are my reality... oder so

Der ist gut, den habe ich übersehen:

Sieben Fragen, sieben Mal: Du bist …

  1. … M: Welchen Auftrag erteilst Du 007? Ich glaube hierauf gibt es keine originelle Antwort. Microsoft ausschalten? Gähn. Hört sich nach der Folge mit Lois Lane an. Einen Diktator stürzen? Been there, done that. Wie wär's mal mit ein bißchen Büroarbeit, Mama und Papa besuchen gehen, sich mit ner netten jungen Dame häuslich niederlassen, mal nen anderen Drink ausprobieren. Sowas. Weniger ist mehr.
  2. Mary Poppins: Wem stattest Du einen Besuch ab? Oh bitte. Ich habe ein Y-Chromosom und somit keinen blassen Schimmer von Mary-Poppins
  3. Marty McFly: In welches Jahr steuerst Du den DeLorean? Da ich nicht glaube, daß ich je wieder meine eigene Welt vorfinde wie ich sie zurückgelassen habe lasse ich schön die Finger von Zeitreisen.
  4. Wolverine: Wem zeigst Du Deine Krallen? Der Maniküre?
  5. Indiana Jones: Auf die Suche nach welchem Artefakt machst Du Dich? Die heilige Handgranate von Antiochia wär mal was.
  6. Harry Potter: Wem zeigst Du Deine Zauberkunst? Mir selbst. Schwuppdiwus Verschwindibus, Harry Potter verschwinden muss
  7. Jonathan Archer: Wohin führt Dich Deine Entdeckungsreise? To boldly go...
Verfasst am 16. 06. 2005 um 12:02 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

You have chosen ... wisely

Wie gesagt, nix Duran Duran, und wenn ich das alles so lese, dann scheine ich auch nicht sooo viel verpasst zu haben. Die Set List:

SUNRISE
HUNGRY LIKE THE WOLF
PLANET EARTH
UNION OF THE SNAKE
WHAT HAPPENS TOMORROW
COME UNDONE
A VIEW TO A KILL
TIGER TIGER
CHAUFFEUR
CHAINS
ORDINARY WORLD
SAVE A PRAYER
TASTE THE SUMMER
NOTORIOUS
NICE
CARELESS MEMORIES
WILD BOYS

GIRLS ON FILM
RIO

ist zwar deutlich besser als im Herbst 2004, aber trotzdem ziemlich traurig.

Dafür war ich gestern auf dem Nine Inch Nails-Konzert in der Columbiahalle, und das hat absolut gerockt.

Das Publikum: 50% Vampire, 50% Geeks (bestes T-Shirt: 'so much to code, so little time'). Schwarzes T-Shirt war minimum, gerne mit Aufdruck der Band oder der Konkurrenz (Krupps, Korn, Tool, Rollins, Manson, Skinny Puppy) aber hauptsache schwarz. Und grimmig aussehen. Piercings bitte möglichst an ungewöhnlichen Stellen und das auch gut sichtbar zeigen. Sehr hübsche Goth chicks, aber die Kerle dachten halt alle sie seien der Antichrist persönlich.

Wir sind ja nicht zum Vergnügen hier, so ein Konzert ist Arbeit. Nach kurzem Mutantrinken (Cuba-Libres mit Pepsi und ohne Limetten im Becher) stellte ich mich irgendwo in die 17. Reihe oder so, man will ja nicht unhöflich sein. Erstmal die Vorgruppe abgewartet (Dresden Dolls, nett) und dann ging nach ca. 20 Minuten das eigentliche Konzert los und damit die gnadenlose Jagd nach der ersten Reihe.

Reznor eröffnete mit "The Wretched", einem meiner Lieblingsstücke, und -schwupps- war ich plötzlich 10 Reihen weiter vorne. Der Trick: nicht selber drängeln, sondern sich nur von hinten schubsen lassen und lediglich dafür sorgen, daß man in die richtige Richtung geschubst wird. (setzt viel Sturheit und kräftige Ellenbogen voraus)

Kurz vorm Ende hatte ich dann die zweite Reihe erreicht, weiter ging es nicht, da die Jungs vor mir zu mehreren waren und zusammen hielten. Aber da um mich herum reihenweise die Leute zusammenbrachen und herausgetragen werden mußten konnte ich mit der 2. reihe recht zufrieden sein.

Playlist: quer durch die Bank gemischt, als Mitte-der-90er-Einsteiger waren es mir zu viele alte Lieder (die prä-downward-spiral-Ära finde ich ziemlich langweilig, da gehts meiner Ansicht nach nur um laut schreien und "Musik" ist nicht so recht da). Erstaunlich: 1. das Titellied der Tour "with teeth" haben sie nicht gespielt. 2. Es gab keine Zugabe. Wütende "We want more"-Rufe, aber derweil haben die Roadies schon alles abgebaut. Habe ich noch nie erlebt, fand ich aber ok. Die show war sehr cool, und irgendwann muss halt schluß sein. Es gab zu diesem Zeitpunkt eh nicht einen Körperteil von mir der nicht pudelnass war. Dazu haben nicht zuletzt die Securities beigetragen, die ungefragt große Mengen Wasser dorthin schütteten, wo sie offene Münder vermuteten (wofür wir aber alle sehr dankbar waren).

Insgesamt fand ichs nicht so gut wie damals die fragile tour, aber immer noch ein Erlebnis und zur nächsten Tour komme ich garantiert auch wieder.

Verfasst am 16. 06. 2005 um 11:47 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)

12.06.05

www. wen wollnwa wählen?

7 politische Freitagsfragen:

Wahlen oder Nicht-Wahlen? Trauen oder Misstrauen? Sieben Fragen zum Thema Wählen:

  1. Wahlen in Deutschland 2005 sind ... jedes Mal ein Krampf. Vernünftige Kandidaten gibt es leider nicht. Merz gegen Müntefering, das könnte gehen. Ach so, es werden ja Parteien gewühlt, nicht Menschen. Ich Dummkopf. Aber das haben ja anscheinend auch alle anderen vergessen.
  2. Wahlen generell sind ... eine gute Idee, scheitern aber an der Idotie der Wühler.
  3. Gehst Du wühlen? Ich nix wühlen, ich Auslünder. Zu meinem Glück, ich wüßte echt nicht wen ich wühlen sollte. Wenn man statt einer Partei eine Koalition wühlen könnte, dann entweder schwarz-grün oder die große Koalition
  4. Der Wunschkanzler 2005 ist ... nicht vorhanden
  5. Die Wunschkanzlerin 2005 ist ... auch nicht vorhanden
  6. ... das alles und noch viel mehr, würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wür! Und was würdest Du tun? Das übliche: Fußballstadien einstampfen lassen, den Springer-Verlag bombardieren, GEZ freiwillig machen und dafür sorgen daß die öffentlich-rechtlichen ein saugeiles Programm machen, so daß jeder GEZ zahlt, Religionsunterricht in Schulen stoppen, Tempolimit 160 gnadenlos durchsetzen, Kohle und Kernkraft stoppen usw.
  7. Was ist wirklich wichtig? Ein guter Kaffee am Morgen. Sonst geht gar nichts.
Verfasst am 12. 06. 2005 um 13:11 Uhr von | PermaLink | Kommentare (0)